Hoogaars
JOHANNA v. AMRUM

Der Salon

Durch zwei Kajüt-dörtjes kommt man von der Plicht in den Salon. Diese kleinen "Türchen" haben 2 Hälften, so daß man wie bei einer Klöhnschnack-Tür nur den oberen Teil zum Lüften öffnen kann, was an heißen Sonnertagen sehr angenehm sein kann.

Wir haben die wenig Licht durchlässigen eingefärbten bleigefaßten Glas-Fensterchen beibehalten. Auch bei Schlechtwetter gab es noch nie ein Problem, bzw Scherben.  Nur an Land haben wir einmal vor dem Lackieren durch Unachtsamkeit eine Scheibe zerdebbert.

Der Salon hat eine große exzentrisch angeordnete Tafel, an dem sich das gesellige Leben abspielt. Da es sich nicht um eins dieser neuen elendigen, gleichförmig monoton mit dunklem kalten Mahagonie gestylten Innenausbauten, sondern um ein familiäres unverwechselbares Eingeweide handelt, haben wir versucht verschiedene Hölzer mit friesisch blauen Farben in den Wandbildern und auf den von Leo selbstgemalten Tegeltjes - Fliesen - zu mischen. Auf der Fotokollage, Bild oben in der Mitte, ist unser erstes Schiff: OKKO tom BROOK ; ein hölzerner 6,80m langer Kimmkieler mit 140 cm Stehhöhe zu sehen, und zwarTrockengefallen auf der hohen Kante eines schlecht ausgeprickten Priels. Worüber Kaike und Gerrit gerade kichern, verraten sie nicht.

Salonrückwand mit dem Friesenstern, von Leonore auf Fliesen gemalt und gebrannt. Rechts hinter der Durchreiche zur Kombüse ist der Backofen/Kochherd verdeckt. Er ist kardanisch aufgehängt und erlaubt das Suppekochen bei jedem Wetter. Durch die vom Salon abgetrennte Lage kann man in der Panrty ungestört Arbeiten, meistens heiße Suppe (gewöhnlich aus fünf verschiedenen Konserven- Dosen plus reichlich Frischgemüse, Würstchen, Gurken mit Rotwein oder Rumbeigabe, wenn Kaike nicht an Bord ißt), Tee- oder Cappucino (Gerrits Spezialität, neben hauchdünnen knusperigen Friesenwaffeln nach Ome`s Rezept mit Kardarmom) möglich geworden, ohne Störung durch das Salonpalaver und was da sonst so abgeht.

DREI-Liter Rumflasche auf dem Tisch. Den gibt es normalerweise für den zweiten Platz auf der Rumregatta; Traum und Hauptgrund aller Dänen, an der RUMREGATTA am Sonnabend nach Himmelfahrt in Flensburg teilzunehmen. In diesem Jahr 2006 war JOHANNA 1. bis 6. in ihrer Gruppe, da sie als einziger innerhalb der Zeit gelandet war, so daß zusätzlich zum Sperrmüll (1. Platz) der große DEMION fällig war. Die Flasche wurde andachtsvoll auf dem Tonnenhof in Wittdün auf Amrum auf dem Sommertörn der Gaffelbande der FREUNDE DES GAFFELRIGGS gemeinsam als Apperitiv geleert. Der Tisch hat mittlerweile ein Süll, und ein aufklappbares Auge, um die Petroleumlampe schleuderfrei  zu halten, wenn JOHANNA auf die Kante muß. Nachts wird der Tisch runter gefahren, da man von diesem komodigen Schlafplatz aus durch das große Skylight alles gut im Auge hat.

 

Durch das Skylight (KOEKOEK, sagen die Holländer dazu) hat man immer die aktuelle Wettervorhersage, Windstärke und -richtung im Auge und hier: Schwarz/Rot/Gold an der Gastflagleine, was mehrere Deutungsmöglichkeiten erlaubt. Entweder war hier ein Witzbold zugange, wahrscheinlicher aber wegen vorausgegangener Schmuggel- Piraten- oder ähnlicher undurchsichtiger VAART im verbotenen Revier, außerhalb des Fahrwassers oder Ähnliches.

Über der Salonlüftung der mächtige über 6 m lange Giekbaum mit drei Refflijntjes, der nichts anderes zu tun hat, als das Großsegel auszustellen.

Und bei Schlappwind für einen DICKEN BAUCH im Unterliek zu sorgen und damit den Wind richtig aus zu nutzen.

Hier ist anzumerken, daß da, wo Süddeutschland und der Balkan ihre natürlichen Grenzen finden, nämlich an der Eider, die freie Volksrepublik Nordfriesland beginnt. Ein wildes kaum erforschtes Gebiet, dessen Bewohner als blond, blauäugig und verschlagen gelten, als wortkarg und mistrauisch. Sie trotzen seit Jahrtausenden dem Blanken Hans, den Stürmen und mächtigen Fluten, voll heidnischer Kraft. Dies unbeugsame eigenwillige Volk der Nordfriesen hatte keine Herren und natürlich keine Flagge......

 auf Leo s Fliesen:

Leewer dronken üs duad

ist die Kneipenversion unseres ehrwürdigen friesischen

Wappenspruchs Leewer duad üs slav

meines Schulfreundes

Benje Boy Dietje

aus Süddorf,

der leider 2008 von uns gegangen ist. Er hatte zeit seines Lebens viel dummes Zeug im Kopf.

Auf deutsch meint Benjes  Abwandlung von

lieber Tod als Sklave:

Lieber besoffen als tod, von Leo s Hand gemalt.

 

 

 

 

Benje Boy Dietje hatte diese, in der

BLAUEN MAUS entwickelte,

Version in fünf neue große friesische

Stoffflagen von der Fa. Flagenstock in Flensburg einnähen lassen. Eine davon hing 5 Jahre lang jeden Sontag vor dem Haus von Boy Dietje, Benjes gestrengem Vater, bevor dieser den schändlichen Frevel bemerkte.

Nun kommt der heiße Kochpott auf Benje,s Schnack.

Kombüse:

Der Herd mit Backofen ist neu

das alte Süll haben wir behalten, um

 

 

auch bei Seegang bis 35 Grad lage noch heiße Suppe kochen zu können.

"Cola on board" heist kids an Bord.

 

 

 

eet met smack en ook met mate, Leo´s gemalte Fliesen als Brandschutz

 

 

 

Auch diese tegels

stammen aus

Leonore Johannas Feder:

alte west friesische Motive.

 

 

Die Navigationsecke war ehemals Raum für einen großen Kleiderschrank. Es war Martin Koekebakkers Idee, wie zuvor auf der VROUWE WILLEMKE gestaltet, einen separierten Platz zu schaffen, um weitgehend ungestört vom Salongeplapper, lesen, studieren, planen und natürlich vor allem komodig Navigation machen zu können.
- kijk heechbydemar.nl - Dort kann man auch das Schwesterschiff mieten.

 

 

 

Mittlerweile 2 Plotter,

tut das not?

 

2 GPS-Empfänger und 3 unabhängig von einander arbeitende Navigationssysteme,

je nach Akku-Lade-Zustand.

Der alte Garmin läuft selbst bei leeren Baterien.

Hier hat Gerrit sich ausgebreitet!

Die Tastatur habe ich in einem wegklappbaren Holzkasten versteck.

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2 Nach §19 der Kleingewerberegelung bin ich berechtigt, keine Mehrwertsteuer auszuweisen.
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